Früher verstaubten Dias in Magazinkästen, heute fristen Digitalfotos auf Festplatten ein trauriges Dasein. Auf dem Smartphone werden die aktuellsten Urlaubsbilder vielleicht kurz über ein kleines Display „gewischt“, dann liegen sie unbeachtet in der Cloud. Haben Ihre besten Bilder das verdient? Ein Fotobuch ist der würdige Nachfolger des guten alten Albums und ist auch für ungeübte Computer-Nutzer einfach zu gestalten. Und es wird viel öfter hervorgeholt, als Sie denken.
Passende Bildauswahl
Seien Sie kritisch mit der Bildauswahl. Ins Fotobuch gehört nur, was zum Thema gehört, also zum Urlaub, zur Hochzeit oder zur Lebensgeschichte des Geburtstagskinds. Einige Bildfehler wie falsche Belichtung oder Farbstiche lassen sich in der Bildbearbeitung korrigieren. Unscharfe Fotos haben im Fotobuch nichts zu suchen. Die besten, ausdrucksstärksten Bilder gehören an besondere Plätze. Wenn Sie beispielsweise ein Fotobuch bei Albelli erstellen, erhalten Sie auf Wunsch einen Einband, der eigene Fotos auf echtem Fotopapier zeigt. Während kleinere Unzulänglichkeiten bei Bildern im Innenteil unsichtbar werden, fallen sie bei großformatiger Wiedergabe auf glänzendem Papier sofort ins Auge. Deshalb gehört auf den Einband nur ein technisch fehlerfreies Foto in genügend großer Auflösung. Zur Auflockerung können Sie Sticker aus der Fotobuch-Software verwenden, aber auch gescannte bzw. abfotografierte Tickets, Kartenausschnitte und dergleichen.
Assistent oder Eigenkreation
Die Anbieter von Fotobüchern liefern die bedienungsfreundliche Software für die Gestaltung ihrer Produkte gleich mit. Meist hat man die Wahl zwischen einer Anwendung zum Download und einer browserbasierten Version im Internet. Für die Nutzung der Online-Software sollte eine ausreichend schnelle und vor allem stabile Internetverbindung vorhanden sein. Achten Sie auf Empfehlungen für bestimmte Browser – was mit Chrome oder Firefox klappt, kann mit Microsoft Edge problematisch sein oder umgekehrt. In jedem Fall sollte der Browser auf dem neuesten Update-Stand sein. Für die Gestaltung der Seiten gibt es Vorlagen, in die Bilder einfach per drag and drop hineingezogen werden. Texte können Sie direkt eingegeben oder über die Zwischenablage kopieren. Solange Sie mit den Vorlagen gut zurechtkommen, sollten Sie sie verwenden – dann gibt es keine Probleme zum Beispiel mit dem bündigen Ausrichten von Fotos und Textboxen. Noch einfacher funktioniert das Erstellen von Fotobüchern mit einem intelligenten Assistenten, der alle Bilder aus einem Verzeichnis automatisch in das gewählte Design einfügt. Um ein brauchbares Ergebnis zu erhalten, muss der Assistent aber ein Sortiermerkmal erkennen können, zum Beispiel Datum und Uhrzeit der Aufnahme.
Eigene Software verwenden
Wer fit ist in der Gestaltung von Kollagen mit Bildbearbeitungs-Software, kann die komplette Seitenbearbeitung auch dorthin verlegen. Das macht etwas mehr Arbeit, führt aber zu ganz individuellen Ergebnissen. In Ihrer eigenen Software erzeugen Sie eine der Buchgröße entsprechenden Seite. Bei einer üblichen Druckauflösung von 300 dpi (dots per inch, Bildpunkte pro 25,4 Millimeter) muss eine Seite im Format DIN A4 zum Beispiel 3.508 x 2.480 Pixel groß sein. Besser ist, die Datei etwas größer anzulegen, um Toleranzen im Produktionsprozess beim Zuschneiden auszugleichen. In der Software des Fotobuch-Anbieters wählen sie dann einfach ein Design für ein ganzseitiges Foto.
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